Alu Fighting Butt

Ein Fighting Butt aus Aluminium, zumal mit einer Gummikappe, erhöht das Gewicht einer Fliegenrute doch um einiges. Will man z.B. die superschöne Verlängerung von Pinky Gillum nachmachen, verschiebt das mit einem modernen Blank den Schwerpunkt hinter den Griff, wenn man eine Rolle montiert hat. Mit Bambus natürlich nicht. Will man einer Rute diesen besonderen Touch geben, muss man das eben akzeptieren. Vergleichsweise mäßig ist die Gewichtserhöhung, wenn man eine Verlängerung baut, wie sie an gespließten Edward Barder Friedfischruten zu sehen ist. Im Original sind die noch aufwändiger mit einer oberen Rundung, zwei Rillen und einer Rändelung, aber das war mir … Alu Fighting Butt weiterlesen

Wie aus alter Zeit

Es gibt Werkzeuge, die sind so schön, dass man fast nicht damit arbeiten möchte. Ein japanischer Hammer aus antikem Ankerstahl, ein englischer Hobel mit Bronzekorpus, eine Granfors Axt aus Schweden, ein Halbmondmesser von Vergez Blanchard oder eine Ahle von Doldokki. Und genau das Gegenteil ist der Fall. Man soll sie, muss sie benutzen, denn sie sind einer Erinnerung an die Zeit, als Handwerkzeuge mit höchster Sorgfalt von Hand hergestellt wurden. Heute sagt man Luxuswerkzeug. Ein richtiger Handwerker, der betriebswirtschaftlich kalkulieren muss, wäre dafür der falsche Kunde. Solche Sachen bestellen passionierte Hobbywerker, die einen Hobel für 350 Euro eben haben müssen, … Wie aus alter Zeit weiterlesen

Strickliesel und Kollegen

Das weltbeste Stripping Basket ist das gut aufgeräumte Vordeck eines 18 Fuß Hewes Redfisher. Leider benötigt man zusätzlich einen dicken Motor und einen Bootsführerschein, was dann entweder in der Anschaffung 80.000 Dollar kostet oder die bekannte Tagesgage von 600 bis 800 Dollar für den guidenden Bootsbesitzer. Die zweibeste Möglichkeit ist ein Laubsammler aus Gewebe mit einer Stahlfeder, die bekannte Pop-Up Tonne für Gärtner. Die kann man mit einem Bodengewicht, ideal sind die soften Tauchergewichte, auch in einem für Fliegenfischer ungeeigneten Boot aufstellen und hat damit ein Stripping Basket par excellence. Für Watfischer gehen beide Optionen nicht. Alles was danach kommt … Strickliesel und Kollegen weiterlesen

Sushi achtern

Vor einiger Zeit lief im Fernsehen der Churchill Film „Die dunkelste Stunde“, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Andertags kam ich auf die Idee ein paar Churchill Zitate zu googeln, fand das interessant, und fuhr darum zur Uni Bibliothek und holte mir sein Gesamtwerk. Das zu lesen ist noch nicht beendet, aber das Zitat „Perfektion ist Stillstand“ hat sich schon mal festgesetzt. Das ist nämlich meine Schwäche. Sie zeigt sich in möglichst perfekten Fliegen, perfekten Dosen und perfekter Vorbereitung. Habe ich die Schwelle zur Praxis erst einmal überwunden, bin ich zum Glück davon geheilt, denn es gibt keine perfekte Praxis. … Sushi achtern weiterlesen

Die JT Special „von“ Yvon Chouinard

Den Haken mit kleinen Kugelaugen bewehren und den Faden bis vor die Spitze führen. Den Schwanz dort schon einbinden, damit die Fliege schön kompakt wird. So 4 cm sollten es höchstens werden. Fliegen, die man nicht sucht, findet man zuhauf! Fliegen, die man sucht, findet man gar nicht oder zäh. Das Internet ist voll mit Fliegenbindern, die auf Youtube und Vimeo jedes nur erdenkliche Muster binden, und mich volle zwölf Minuten an ihrem Leben teilhaben lassen, um mir eine Fliege zu erklären, deren Pointe ich auch mit drei Zeichnungen verstanden hätte. So wie Zits, mein Lieblingscomic. Auf der Suche nach … Die JT Special „von“ Yvon Chouinard weiterlesen

Die Carrere Nymphen

Dark Nymph. Bindeseide: schwarz; Hechel und Schwanz: Schnepfe; Körper: Seide, schwarz; Thorax: Seide, schwarz. March Brown Nymph. Bindeseide: schwarz; Hechel und Schwanz: Schnepfe; Körper: Seide, hellbraun; Thorax: Seide, braun. Die Nymphen von Louis Carrere begründen vermutlich den französischen Stil bei der Herstellung von Nymphen und sind bis auf den heutigen Tag eine gute Wahl für alle, die klassisch und geradeheraus fischen möchten. Man benötigt eine Hechel und zwei Seiden, und es gibt nur vier Muster. 1937 waren die Dinge noch nicht so kompliziert, jedenfalls fischereilich nicht. Der 10. Mai 1940 war noch drei Jahre weit weg. Eine Carrere Nymphe wird … Die Carrere Nymphen weiterlesen