Strandforellen

Ich habe eine kleine Neuauflage bestellt und kann Anfang Februar 2020 wieder liefern. Der Preis bleibt bei 33 Euro (inkl. MwSt.) plus 3 Euro Versandkosten. 

Bestelladresse: Ingo Karwath, Gartenstr. 19, 26655 Westerstede oder per Mail: info@der-fliegenbinder.de

Theorie ist die nachdenkliche Teilhabe an der Praxis. Dieses Buch fängt Meerforellen.

Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort von Udo Hildebrandt, Seite 7
  • Die weißen Hühner, Seite 15
  • Alle die Wind und Wellen lieben, Seite 19
  • Strandweste, Seite 29
  • Es begann am Gronsund, Seite 39
  • Der heimliche Wurm, Seite 45
  • Das Tobiasfischchen, Seite 53
  • Rejer, rejer, rejer, Seite 61
  • Die Koppen der Ostsee, Seite 71
  • Nebelkrebse et al., Seite 79
  • Der silberne Segen, Seite 87
  • Fischli, Fischli, Fischli, Seite 97
  • Sommer, Sonne und Forellen, Seite 109
  • Wenn die Fiolinen gleiten, Seite 123
  • Trockenfutter, Seite 117
  • Winterfliegen, Seite 133
  • Gegenspionage, Seite 141
  • Der Blick in die Kristallkugel, Seite 147
  • Dorsch und Co., Seite 153
  • Sportschau, Seite 161
  • Spinnen oder nicht, Seite 165
  • Salz im Dubbing, Seite 171
  • Nachwort, Seite 181
  • Fliegenverzeichnis, Seite 183
  • Literaturverzeichnis, Seite 185

Vorwort

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Versuch, in der Ostsee eine Meerforelle zu fangen. Etwas ratlos stand ich vor der riesigen Wasserfläche und hatte meine Zweifel, ob irgendein Fisch die winzige Fliege an meinem Vorfach zur Kenntnis nehmen würde. Doch nach ein paar Tagen fing ich meinen ersten Fisch, silberblank und etwa 3 Pfund schwer. Bücher, in denen man etwas über diese Art der Fischerei lesen konnte, gab es damals noch nicht.

Ingo Karwath, mit dem ich seit 30 Jahren befreundet bin, hat nun über die „Strandforellen“ geschrieben. Er war zu allen Jahreszeiten am Wasser – fischend, beobachtend und, zum Glück, notierend und zeichnend. Daraus ist nun dieses schöne Buch geworden. Unterhaltsam und informativ geben 23 Kapitel Auskunft über das Verhalten der Meerforelle zu verschiedenen Jahreszeiten, ihre zahlreichen Futterorganismen und über die Geschichten, die sich so im und am Wasser ereignen. Für die Zunft der Fliegenbinder sind zahlreiche Muster detailgetreu dargestellt; jeder wird sein besonders fängiges Lieblingsmuster darunter finden.

Doch in diesem Buch steckt mehr – die Faszination der Fischerei auf Strandforellen wird spürbar. Die Ostsee ist riesengroß, der Strand weit, die Farben von Wasser und Himmel einzigartig – Meerforellen sind schön, geheimnisvoll, unberechenbar, voller Temperament, und schmackhaft.

Dies alles zu erleben ist ein Geschenk, das zu bekommen dieses Buch hilft. Woody Allen sagte einmal, er wisse nicht was die Wirklichkeit sei, aber es sei der einzige Ort, wo man ein gutes Steak bekäme. Wenn Sie Ihre erste Meerforelle drillen, werden Sie besser als Woody wissen, was Wirklichkeit ist. Dass Mr. Allen aus diesem Buch sogar noch erfahren könnte, wo es gute Steaks gibt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. 

Udo Hildebrandt, Bad Karlshafen im April 2008

Nachwort

Dieses Buch entstand wie eine Sandbank. Ich habe es irgendwann einmal begonnen, und plötzlich war es fertig. Den ersten Text und die ersten Zeichnungen schrieb und zeichnete ich 1997. In einer Ostseewoche. So nach und nach entstanden in weiteren Jahren und Wochen am Strand immer mehr Kapitel, das Skizzenbuch füllte sich, und die diffuse Idee zu einem Fliegenfischerbuch über das Meerforellenfischen an den Stränden der Ostsee wurde unübersehbar zu einem richtigen Manuskript. Einerseits hätte ich ja gern alles an einen Verlag geschickt und mich in die Hände von Fachleuten begeben. Andererseits war es sehr reizvoll den ganzen Vorgang allein zu wagen.

Die Herstellung war dann trotz meiner Erfahrung mehr Arbeit als gedacht, doch da war keine Minute, in der ich keine Freude daran hatte. Das ganze Buch ist letztlich sehr persönlich geworden und ich bitte Sie um Nachsicht. Aber wir brauchen eigene Bücher, eine eigene Literatur, denn so global ist unserer kleine Welt doch gar nicht. Im März habe ich ein paar Vorabmanuskripte ausgedruckt und an meine ersten Leser vergeben. Damit wurde öffentlich, was so lange meine Sache war, und Udo Hildebrandt sagte mir zu ein Vorwort zu schreiben. Das war ein großer Wunsch, in Erinnerung an alte Zeiten in Göttingen und die Buchhandlung Peppmüller, als die wochenlange Warterei auf amerikanische Bücher Teil unserer Passion war.

Dass wir mal Ruten bauen, Redaktionen leiten, Auktionen veranstalten und Bücher schreiben war nicht abzusehen. Und ich habe ein neues Buch begonnen, denn nachdem wir nun zusammen die Meerforelle im Meer befischt haben, drängt es sich auf ihr in den Fluss zu folgen. Nach einer ersten Sandbank folgt immer eine zweite Sandbank.

Ingo Karwath, Oldenburg im Mai 2008