Lachsfliege des Monats 8

Die Mutter aller Shrimps, die „Red Shrimp“ von Pat Curry. So lecker wie der Nachname des Binders… Pat Curry’s „Red Shrimp“ ist seit den 30er Jahren des 20ten Jahrhunderts eine Ikone der irischen Bindekunst. Ihr Erfinder wohnte in Coleraine im County Londonderry und befischte den River Bann. Die Zahl der Enkel und Urenkel dieser Fliege ist Legion. Erst 1953 kam mit dem „General Practitioner“ eine ernsthafte Konkurrenz aus England, 1981 mit „Allys Shrimp“ ein Mitbewerber aus Schottland, und die „Chilimps“ aus Schweden sei nicht vergessen, ebenso wie die englische „Frances“, welche die Isländer eingebürgert haben. Shrimp-Fliegen umgibt diese angenehme Illusion … Lachsfliege des Monats 8 weiterlesen

Lachsfliege des Monats 6

Ich trage einen großen Namen, könnte diese Fliege sagen, denn die „Lawson“ stammt vom Em. Die „Lawson“ kann man auch als Tube, Intruder oder Single binden, aber traditionell ist der Zwilling. Man beginnt man Tip und Tag in Ovalgold und orangem Floss oder Antron. In seinem Buch „The Floating Line for Salmon and Sea-Trout” beschreibt Anthoney Crossley, wie er 1928 erstmals an den Em kam. Man fischte von 10.30 bis 13 Uhr, dann wieder von 17 bis 21 Uhr. Das ist noch das alte Konzept, der Idee folgend, dass der Lachs sich an die Zeiten eines Gentlemans hält. Also gemütliches … Lachsfliege des Monats 6 weiterlesen

Lachsfliege des Monats 5

Die „Munro Killer“ gilt als die erfolgreichste Lachsfliege Schottlands.  John Milne Morrison war Schuhmacher in Aberlour am Spey und Miteigentümer des Benview Houses, zu dem auch der Laden J.A.J. Munro gehörte, Country Wear & Fishing Tackle. Er war überdies Schatzmeister der Aberlour Angling Association und mit John Ashley Cooper befreundet. Mehr Mitte geht nicht. Auf der Suche nach einer Lachsfliege, die vielleicht die „Thunder & Lightning“ noch toppen könnte, nahm sich Mr. Morrision den Körper der „Thunder“ und fügte einen neuen Flügel hinzu. Gelbes Bucktail und darüber schwarzes Eichhorn. Ja, gut, jetzt geht’s los, denn der Flügel vom „Munro Killer“ … Lachsfliege des Monats 5 weiterlesen

Lachsfliege des Monats 4

Der Nagel vom Ponoi. Einfach. Schwer. Fängig. Viele Lodges und Camps auf der Kola Halbinsel schicken ihre Guides mit einem Bindeauftrag in die Winterpause. Das ist im Prinzip ein Spiel mit verdeckten Karten, denn man zieht blind ein Muster und muss dann im Winter 500 oder 1000 Stück davon binden. Da kann man Glück haben, „Sunray Shadow“, oder Pech, „Bomber“. Natürlich wird die Arbeit entlohnt und auch belohnt, denn die Fliegen werden entweder von den Gästen gekauft oder gehören schlicht und einfach zum Service der ohnehin teuren Lodges. Bei 16.000 Dollar für eine Woche kommt es auf ein paar Fliegen … Lachsfliege des Monats 4 weiterlesen

Lachsfliege des Monats 3

Die „Pikku-Musta“ Tube aus Finnland. „Pikku-Musta“ heißt eigentlich nur (das) kleine Schwarze und damit bezeichnet man in Finnland alle Fliegen, die eben das sind: Klein und schwarz. Ein Muster hat sich in letzter Zeit aber besonders etabliert, und das ist diese kleine Tube von Antti Guttorm. Mit ihr kehren sich die üblichen Bindegewohnheiten um, als würde man ein Butterbrot von unten schmieren, und ein kleiner Cone wird zuerst eingebunden. Danach folgen Materialien, die banaler nicht sein könnten. Etwas schwarzes Haar, zwei Fasern Flash, und eine schwarze Hechel. Das Ganze könnte man auch so binden wie üblich, und hätte dann eine … Lachsfliege des Monats 3 weiterlesen

Finnische Lachsfliegen – Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 3

Finnischer Honig und die fast geheimen Lachsfliegen aus Suomi. Vor ein paar Jahren entwickelte sich auf deutschen Weihnachtsmärkten ein Phänomen, das sich von den großen Städten dann sogar bis in die kleinen aufmachte. Mit einer Travestie von Sami-Bekleidung angezogen, verkauften in rustikal gestalteten Buden sehr nette junge Menschen finnischen Honig. Oben auf dem Dach nicht selten ein Elch aus Holz, rechts und links die finnische Fahne, Tannengrün und Birkenstämme. Keine Moskitos. Finnland hat ja eine Honigkultur, so wie andere Länder eine Weinkultur haben. Man bekam mit Holzstäbchen Proben gereicht, aber ich bin nicht so der Honigtyp und fand 5 Euro … Finnische Lachsfliegen – Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 3 weiterlesen