Von scharfen Schafen

Sie fangen seit mehr als 40 Jahren zuverlässig ihren Lachs. Die Superfliegen der Sheep-Serie. In Amerika, dem Land der ehemals unbegrenzten Möglichkeiten, gibt es Gänse, die sind so groß wie ein Fiat Fünfhundert. Und wie dieser auch aus Blech und Kunststoff. Im Inneren einer solchen Gans kann sich ein ganzer Jäger verstecken. Obwohl sie viel zu groß ist, wirkt eine solche Gans als Lockvogel. Wenn ihre befiederten Kollegen sie aus großer Entfernung entdecken und zur Landung ansetzen, öffnet der Jäger zwei Klappen und ballert los. Eine ganz ähnliche Konstruktion gibt es auch als Ruderboot, also ein Bootchen mit einem entenähnlichen … Von scharfen Schafen weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 12

Midfjardara oder Campingplatzpool in Norwegen – Hitchtubes sind Weltbürger. Hitchtubes und Mini Hitchtubes sind gerade up-to-date in der Lachsszene, und man wundert sich, warum 23 Jahre nach Art Lees Buch „Tying and Fishing the Riffling Hitch“, da auf einmal so ein Hype entsteht. Die Technik ist seit langem bekannt, und da sie einmal für defekte gut-eyed Lachsfliegen erfunden wurde, kann man nur ahnen wie lange. Ich schätze mal mindestens 120 Jahre. Natürlich ist die ganze Sache eine enorme Wissenschaft für sich, und ich schließe hier die Hakenfliegen aus und beschäftige mich nur mit Tubes. Man kann jede unbeschwerte Tube hitchen, … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 12 weiterlesen

New Kid 1

Freier Raum in altgedienten Dosen will sorgfältig vergeben werden. Die „Picasse“ hat es verdient. Der Körper besteht aus schwarzem V-Rib oder einem ähnlichen Material. Gelb unter schwarz ist eine fängige Kombination und wird hier mit Fuchshaar gebunden. Meine zweite Impfung steht an, Norwegen öffnet vermutlich die Grenzen, und es sieht so aus, als könnte man den Traum von einer Lachswoche so langsam wieder einen Plan nennen. Vielleicht sogar zwei Lachswochen, denn ich bin doch sehr ausgehungert. Zu jedem Plan gehört die Phase, mal all seinen Kram aus den Ecken zu holen und zu checken was man überhaupt hat. Sonst kann es … New Kid 1 weiterlesen

Petrus, schick‘ mir bitte einen kleinen Fisch!

Warum auch kleine Lachse einen großen Kerl erfreuen. Ein Grilse in der Mittagssonne. Den setzt man natürlich zurück, sonst müsste man in Norwegen bis Mitternacht pausieren. Es gibt da einen Spruch unter Anglern, und der geht so: Während man als Fischer langsam älter und reifer wird, möchte man zunächst möglichst viele Fische fangen, dann möglichst viele große Fische, und später will man einzelne, besondere Fische. Für eine Verbindung der beiden letzten Ansprüche kennt man in England den Begriff „specimen-hunter“. Ein solcher Fischjäger möchte entweder einen sehr, sehr großen bestimmten Fisch fangen, sagen wir einen 60-Pfund-Karpfen, oder einen ganz bestimmten sehr … Petrus, schick‘ mir bitte einen kleinen Fisch! weiterlesen

CJ Salmonflies

Ein erhaltenswerter Kamerafund. In der Gaulasaison 2011 habe ich zusammen mit Carl-Johan Karlson in der Rotation gefischt, und Manfred hatte uns mit voller Absicht in eine Gruppe gesteckt, damit wir unsere Begeisterung für Fliegen teilen konnten. Aber gegen Carl-Johan war ich ein Waisenknabe, denn er hatte die schönsten Fliegen dabei, die ich bisher bei einem Kollegen gesehen habe. Ich hatte mir auch schon eine Rotation mit Hakon Norling geteilt, und das war die lehrreichste Woche meiner Lachsfischerei. Damals waren die Muster gerade erst erfunden, und eine „Templedog“ mit freiem Drilling schwimmen zu sehen war ein Erlebnis. Das war 1993. Nun … CJ Salmonflies weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 11

Mouches a saumon. Die Kunst der subtilen Verführung kann nicht länger ein Geheimnis bleiben. Meine ehemalige Schule verstand sich nicht nur als humanistisches Gymnasium, sie war es auch wirklich. In gewisser Weise war es auch eine humoristische Anstalt, denn sie hat immerhin mich toleriert und ohne Ehrenrunde mit dem Zeugnis der Reife entlassen, was ich vermutlich einer Mischung von Glück, Zufall und guten Einfällen verdanke. Ich war ein schlechter Schüler mit überwiegend schlechten Noten und meist zwei bis drei verstreuten Einsen im Zeugnis. Bei uns konnte man Latein, Griechisch und Englisch lernen, und Französisch in der nullten Stunde von 7 … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 11 weiterlesen