Schlaufen schweißen

Kaum hatte die Schnurindustrie damit begonnen, Fliegenschnüre und Schussleinen mit fertigen Schlaufen zu versehen, gelang es findigen Tüftlern, diesen Prozess perfekt nachzuahmen. Man benötigt dazu nichts weiter als Schrumpfschlauch und eine Hitzepistole mit engem Mündungsaufsatz. Das Ganze war natürlich mal wieder geheim und Insiderwissen, wie das eben so ist, bis Ruhm und Gewinn ausreichend verteilt waren. In diesem Fall war es so, dass zunächst kleine Packungen mit Schrumpfschlauch und Fliegenschnurabschnitten verkauft wurden, ich habe noch so eine Packung auf der Krympflex steht, aber über kurz oder lang waren alle Schnurbastler schlau genug sich klaren Schrumpfschlauch selbst zu besorgen. 2 mm … Schlaufen schweißen weiterlesen

IKs Tauchretter

Ja, gut, es ist nicht gerade der Fischerdübel. Aber eine hübsche Erfindung ist es trotzdem. Es ist völlig egal ob man mit den Kindern an den Parkteich geht oder bei der Vendee Globe mitsegelt, denn wann immer man ans oder aufs Wasser geht, besteht das Risiko, dass einem etwas hineinfällt. Wir Fliegenfischer gehen ans und dann ins Wasser, und ab einer gewissen Tiefe ist eine Arterienklemme am Grund schlicht außer Reichweite. Wenn ich das Bündchen am Ärmel der Watjacke so richtig fest zumache, kann mit dem rechten Arm etwa 75 cm tief reichen und die Klemme wieder hochholen. Ist man … IKs Tauchretter weiterlesen

Bung DIY

Ein fertiger Bung von Fario kostet in England 1,50 Pfund. Wenn man sich zehn bestellt, plus Porto, plus Zoll und Steuer, kommt einer auf etwa 3 Euro. Das bleibt überlegenswert, denn die Selbstfertigung macht zwar Spaß, ist aber auch recht umständlich. Trotzdem ein guter Weg, um gleich im April mal Bung und Buzzer am See zu fischen. Zunächst muss man aus Balsaholz kleine Posen schleifen, die man dann mit Epoxy auf einen 10er Haken leimt. Die Holzkörper sollte man weiß grundieren. Über die Grundierung streicht man eine Tagesleuchtfarbe. Die Bungs werden mit Epoxy versiegelt. Ingo Karwath Bung DIY weiterlesen

Hechtcolt

Der heiß umkämpfte Markt der Lösezangen treibt ja so einige Blüten, und man kann ohne Probleme mehrere Hundert Euro für eine Zange ausgeben, die dann mit magischer Kraft an der Hüfte hängend die Lachse, Hechte und Meerforellen zur Fliege des Fischers zwingt. So jedenfalls, wenn auch nicht zugegeben, der Wunschtraum des Fliegenfischers. John Gierach hat einmal sehr schön beschrieben, dass eine neue 16er Flinte aus Italien vielleicht ja dazu führen könnte, dass am Ende der Jagdsaison nicht schon alle Fasanen wegfliegen, wenn man nur die Autotür zuhaut. Ein frommer Wunsch. Und wir alle ahnen, die Flinte ändert daran nichts. Die 300 … Hechtcolt weiterlesen

Wachs yourself

Kolophonium, Bienenwachs und Rizinusöl sind erfreulicherweise einfach zu erwerben, aber insgesamt doch etwas teuer. Ein Hobbyimker mit Verdauungsproblemen, der zudem Geige spielt, ist uns anderen bei dieser Sache weit voraus, aber mit ein paar Klicks im Internet holen wir ihn locker ein. Ich weiß ja nicht, wie Sie es mit Wachs halten, aber ich bin ein überzeugter Verwender von Wachs und Lack. Man sieht jedoch sehr viele Bindevideos, bei denen beides nicht benutzt wird, und ich vermute dieser schlampige Stil ist weit verbreitet. Wachs ist die kleine Schwester von großen Bruder Lack, und hält und schützt und verfestigt ausreichend gut … Wachs yourself weiterlesen

Scherenetui DIY

Der moderne Fliegenfischer ist ja mit allerlei Gerätschaften behängt, von denen er annimmt, sie im Laufe des Tages brauchen zu müssen. Das war früher nicht üblich, aber eine Hardyschere an einem alten Stück Seidenschnur um den Hals sah man nicht selten. Ich habe die Endjahre der alten Zeit ja nur so gerade noch mitbekommen, aber die Herren in den kakifarbenen Wathosen von Hodgeman mit den grünen Westen von l’Esquimeau waren schon eine Erscheinung. Die Ruten waren gespließt, entweder Brunner oder Pezon, manchmal Hardy und selten was aus den USA. Schaut man in die alten Kataloge, findet man durchaus Gadgets, die … Scherenetui DIY weiterlesen