Scherenetui DIY

Der moderne Fliegenfischer ist ja mit allerlei Gerätschaften behängt, von denen er annimmt, sie im Laufe des Tages brauchen zu müssen. Das war früher nicht üblich, aber eine Hardyschere an einem alten Stück Seidenschnur um den Hals sah man nicht selten. Ich habe die Endjahre der alten Zeit ja nur so gerade noch mitbekommen, aber die Herren in den kakifarbenen Wathosen von Hodgeman mit den grünen Westen von l’Esquimeau waren schon eine Erscheinung. Die Ruten waren gespließt, entweder Brunner oder Pezon, manchmal Hardy und selten was aus den USA. Schaut man in die alten Kataloge, findet man durchaus Gadgets, die … Scherenetui DIY weiterlesen

Rutenhülle DIY

Aus einem Blank eine Rute zu bauen ist eine Aufgabe, bei der man auf verschiedene Hürden trifft. Zunächst muss man den Blank und die Teile besorgen, außerdem Klebstoff und Lack. Danach stellt sich die Frage, ob man mit dem Griff oder mit den Ringen beginnt. Oft ist ja am Handteil kein Ring. Ich beginne immer mit dem Griff, weil ich die entstehende Rute dann anfassen und in Besitz nehmen kann. Außerdem drehe ich gern diese kleinen Griffabschlüsse und freue mich das tun zu können. Ringe wickeln gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber nach dem fertigen Griff bin ich da extrem … Rutenhülle DIY weiterlesen

Wie genau ist genau

Auf ein Hundertstel genau ist ein Wunschtraum, dem viele Hobby-Rutenbauer nachjagen. Auf zehn Hundertstel genau ist oft Realität, auf fünf Hundertstel schon ein Optimum. In der Industrie ist das Vermessen von Bauteilen eine Wissenschaft für sich, und es werden beachtliche Summen für Messungen und Studien ausgegeben. Wenn nun ein Fachmann, der den lieben langen Tag nichts anderes tut als Teile zu vermessen, ebenfalls Abweichungen hat, und zwar bei Metall und Kunststoff, wie soll dann ein Laie mit einem dreieckigen Stück Bambus das toppen. Eine Überprüfung von Messreihen geschieht mit mehreren Testern, die mehrere Teile mehrmals messen. Jeff Spira berichtet in … Wie genau ist genau weiterlesen

Musky Train

Fliegen für 50 Dollar das Stück? Doch, die gibt es.  Grundlage ist ein 1 mm Pianodraht. Die Öse zunächst nach Anleitung vorbiegen. Das Öhr wickeln und den Überstand abkneifen. Als Junge, ich war wohl 14 Jahre alt, bekam ich eines Weihnachten Bücher von Johannes K. Hogrebe geschenkt, in denen mir erstmals im Leben der Begriff Musky begegnete. Ich habe die Bücher nicht mehr, sie sind zerlesen, aber ich meine mich zu erinnern, dass auf dem Niagara geschleppt wurde. Der Musky ist dem Hecht sehr ähnlich, wird aber sagenhaft lang und schwer. Der Weltrekord liegt bei 69lbs 11oz und 161 cm. … Musky Train weiterlesen

„Nice holes“ for Hitch Tubes

Eigene Tubes herzustellen ist ein simpler Vorgang. Man benötigt nur eine scharfe Klinge und ein Feuerzeug. Das Anschmelzen der Kopfseite benötigt ein wenig Übung, und einen schiefen oder zu dicken Rand schneidet man einfach weg und startet neu. Die Länge messe ich mit einer Schiebelehre, die in diesem Fall auf 15 mm eingestellt ist. Ich habe einen Schwung kleine Tubes hergestellt, die mit 1,5 cm fast schon auf der Grenze zur Mini Tube sind, die ich ab 12 mm dann endgültig als Mini qualifiziere. Zu den kleinen Tubes habe ich eine besondere Beziehung, seit mir am 17.8.2000 an der Gaula … „Nice holes“ for Hitch Tubes weiterlesen

Jugendsünde mit 12 Fächern?

Wie man Sünde in Vorfreude umwandelt? Nun ja, mit Beichte und Aceton. Wir leben in Gütergemeinschaft – ich darf die Dose benutzen. Vor bald 40 Jahren, 1983, habe ich mich am Bindewettbewerb der Firma Hebeisen in Zürich beteiligt und gewann den ersten Preis. 1984 habe ich es noch einmal versucht, landete auf einem zweiten Platz und bekam einen sehr schönen Metz Balg. Kann sein, dass es der Erste meiner Bindekarriere war. Jedenfalls einer der Ersten. Weil ich solche Wettbewerbe damals nicht wirklich gut fand, im Schück-Universum gerade unbeliebt war, und meinen Namen raushalten wollte – okay, ich war jung, und … Jugendsünde mit 12 Fächern? weiterlesen