Rollen öffnen

Eine wertvolle Rolle öffnet man wie der Kampfmittel-räumdienst. Langsam und vorsichtig. An einer teuren Rolle sollte man nicht ohne Grund herumschrauben, aber hat man einen gefunden, dann muss man umsichtig anfangen. Handgemachte Rollen haben oft handgemachte Schrauben, und die müssen exakt an die Stellen zurück, von denen sie gekommen sind. Also überlegt man sich vorher ein kluges Ablagesystem, und das ist der bewährte Eierkarton, mit dem man vielleicht schon als Junge Wecker demontiert hat. Dazu legt man sich kleine Zettel parat und notiert z.B. Schraube oben rechts, oben links, unten rechts, unten links. Nun gilt es einen Schraubendreher zu finden, … Rollen öffnen weiterlesen

Perdigon Vorfach

Diese kleine Spirale ist ein Game Changer. Und kostet fast nichts. Ein Vorfach, mit dem man beginnen könnte, ist 9 Fuß lang und endet auf 0x Nylon. Daran knotet man 50 cm oranges Nylon in 0,25, und daran dann 100 cm 0,14. Das macht zusammen 15 Fuß, also 450 cm, und das könnte für die ersten Übungen im French-Nymphing die richtige Länge sein. An das Vorfach kommt eine „Perdigon“, eine Schrotkornnymphe. Das Urmuster sah in der Tat wie ein Schrotkorn aus, und es wurde entweder nördlich oder südlich der Pyrenäen erfunden. Viele sagen Frankreich ist der Ausgangspunkt, Spanien aber das … Perdigon Vorfach weiterlesen

Fußpflege

Warum Rute und Rolle manchmal nicht passen. Für einen Rollenfuß gibt es ein paar Maße, die eine Norm bilden, an welche sich die Hersteller von Rollenhaltern und Ruten halten sollen. Sollen, nicht müssen, also juristisch eine starke Empfehlung, aber eben kein müssen. Die Vorgaben sind in Zoll. Das muss man umrechnen. Ein Rollenfuß soll demnach 63,5 mm lang sein, 13,34 mm breit, 6,35 mm hoch, die beiden Schrägen haben 21,33 mm lang zu sein, die Mitte 20,83 mm, die Ecken sollen einen Außenradius von 3,9 mm haben und die Innenseite einen Radius von 8,9 mm. Dazu gibt es Toleranzen, die … Fußpflege weiterlesen

Scherentuning

Meine schönste und teuerste Bindeschere verabschiedete sich neulich von ihrer Schneidgeometrie, und nachdem ich ungeduldig an ihrer Verstellschraube gefummelt hatte, fiel mein Blick auf das kleine Loch auf der Innenseite eines Scherenauges. Da sitzt sonst ein Polster, und wenn es fehlt, fällt das kaum auf. Die Reparatur war schnell gemacht. Einfach ein ledernes Schuhband oder eine passendes Stück Leder anspitzen, mit einer Zange von innen kräftig durchziehen und innen mit einer Rasierklinge bündig stutzen. Dann außen Scheibchen für Scheibchen auf die richtige Länge kürzen, bis die Spitzen wieder korrekt zueinander finden. Und schon hat man 30 Euro gespart. Ingo Karwath Scherentuning weiterlesen

Kescherumbau

Ghostnet- weg damit! Also, kann gut sein dass ich ein paar mehr Kescher habe als der Durchschnitt, und ich gebe mal zu was sich so angesammelt hat: Ein alter DAM Federkescher, ein ABU Klappkescher aus den 70igern, ein Hardy Trout Net und ein Hardy Atlas Net, ein Cascade Lake Teardrop Net, ein Greys Net mit Kohlefaserstiel, ein Holzkescher mit Schonnetz, ein Mini-Solvkrokken, je ein Meerforellenkescher aus Holz, aus Rohr und aus Alu, ein runder DIY, und ein Brodin Kescher mit Ghostnet. An meiner Weste sind außerdem zwei Ketchum-Release Tools, die ich bei Fischen bis 40 cm einsetze ohne den Fisch … Kescherumbau weiterlesen

Halt mal!

Die Magneten, mit denen man in Seminaren und Fortbildungen so dies und jenes an die Tafeln klebt, verabschieden sich immer mal aus ihrer Plastikhülle, weil der Klebeklecks darin seine Kraft verloren hat. Im Sinne einer kleinformatigen Nachhaltigkeit nehme ich die dann mit nach Hause und klebe sie mit Schuhsohlenkleber wieder in ihre bunte Einsiedelei. Das ist ein langer Weg, denn man muss zunächst daran denken sie zu isolieren, in die Tasche zu stecken, mitzunehmen, auszupacken, auch wirklich zu bearbeiten und sie dann wieder an ihrem Ursprungsort aussetzen. Das zieht sich hin. Neulich hatte ich mal wieder drei Stück auf dem … Halt mal! weiterlesen