Schau mir in die Augen…

Shrimp-Augen selbst herstellen ist ganz einfach. Wer es kann hat sie immer zur Hand. Obwohl es mindestens fragwürdig ist einer Garnelenfliege Augen einzubinden, sie sind in der Natur und ungekocht weit unauffälliger als am Bindetisch, hat es sich als Standard etabliert solche „shrimp eyes“ einzubinden. Und sie sehen ja auch wirklich gut aus. Man darf vermuten, dass in irgendeiner chinesischen Haarbürstenfabrik damit Geld verdient wird, denn diese Augen erinnern fatal an die Borsten verschiedenster Bürsten. Wir Fliegenbinder werden natürlich wie immer auf höchstem Niveau verarscht und kaufen einen Cent-Bruchteil-Artikel für teures Geld. Das übersteigt selbst die Apple-Margen. Will man die … Schau mir in die Augen… weiterlesen

Nymphe des Monats 1

Januar 2019 – Die „Fox Poopah“ Die „Fox Poopah“ vereint in sich ein paar geniale Einfälle, die sie zu einem herausragenden Muster machen. Tom Fox aus Redding in Kalifornien hat diese Nymphe erfunden. Da wäre zunächst der Name, bei dem man einfach grinsen muss, weil da im Kinderton aus Pupae so haarscharf auf der Grenze des Anständigen ein Name konstruiert wurde, der dem Poo, also Pups, aber so was von knapp ins Sinnvolle entkommt, dass man den Namensgeber nur bewundern kann. Dann haben wir wohl alle die Sehnsucht Fliegen zu binden, die ein klein wenig komplizierter sind als nur Wolle … Nymphe des Monats 1 weiterlesen

Such die Karibik…

Wenn einer eine Reise tut, dann muss er recherchieren. Keine Rute, keine Rolle, keine Fliegen und keine Ahnung! Was für ein wunderbarer Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Reise. Die mobile Hardware ist schon geregelt. Hamburg, London, Nassau. Die Zwischenübernachtung im „A Stone Throw Away“ ist organisiert, zwei Sitze in einem kleinen Flieger und zehn Tage ein Strandhaus im Stella Maris auf Long Island sind gebucht. Ich fliege zusammen mit unserer großen Tochter, und der Plan ist sonnen, chillen, tauchen, paddeln, segeln und fischen. Sie will vorher ihre Bikinifigur finden. Ich will meine verlieren. Und dann Conch und Lobster essen, Shrimps und … Such die Karibik… weiterlesen

Fischen wie Gott in Frankreich

Eine Bildergeschichte aus der Bretagne Die Forellen an der Élorn waren unwillig, aber das zweite Frühstück war nett. Auch der Lunch hatte Klasse. Danach galt es den Abend vorzubereiten. Nach dem weißen Bucktail und Flash eine Prise rot und blau. Gefolgt von wenig schwarzem Haar und rotem Floss. Überdeckt mit etwas Mylar. Und mit einem Tropfen Epoxy und Augen hat man schon einen „Sea Habit“. Den am Nachmittag aber kein Wolfsbarsch haben wollte. Bis dann der Abend kam. Und ein Popper diesen Fisch verführte. Der ein gutes Ende nahm. Fischen wie Gott in Frankreich weiterlesen

Fake Reels

Drum prüfe wer sich ewig bindet. Ein Leitfaden zur Beurteilung klassischer Rollen. Es gibt Menschen, die mögen alte Sachen. Da kann man jetzt ganz viele kluge Dinge drüber sagen, man kann es aber auch lassen. Kaum schlagen wir ein Magazin auf, schauen eine Sendung oder klicken im Internet herum, will uns ja sowieso alle naslang einer unsere Psyche erklären. Ich halte mich mit Freude an Max Weber. Je mehr Rollen ich habe, desto wohlgefälliger ruht Gottes Blick auf mir. Sie dürfen jetzt nicht annehmen dass ich das wirklich glaube, und auch meine Frau, sie ist Pastorin, hebt nur spöttisch eine … Fake Reels weiterlesen

Rasenvorfach

Es war früher einmal üblich, dass man mit seiner Fliegenrute in den Park ging oder auf einen Sportplatz, um werfen zu üben. Ideal wäre natürlich Wasser, ein Teich mit einer schönen flachen Wiese, aber wer hat das schon vor der Haustür. Dass das heute nicht mehr so üblich ist, liegt an den vielfältigen und teils lustigen Wasserwürfen, von denen so viele glauben sie erfunden zu haben. Ich glaube das nicht, denn nach meiner Meinung ist der grundlegende Erfinder sämtlicher Varianten der touch-and-go Würfe nur einer, nämlich der Präsident des Österreichischen Skiverbandes, Peter Schröcksnadel. Er war nicht nur der berühmteste Brunner-Abzwicker … Rasenvorfach weiterlesen