Der „Anspo Daddy“

Diese Fliege hatte ich schon vor meinem ersten Bier. Seither schmeckt beides. Mir das Bier, den Forellen die Fliege.  Vor sehr langer Zeit, in meinen Anfängen als junger Jungangler, brachte mein Fachhändler von der Anspo aus Wiesbaden eine Fliege mit. Dort hatte nämlich auf einem Firmenstand, ich denke es war Milwards, ein Engländer seinen Bindestock aufgebaut und vor dem staunenden Fachpublikum gebunden. Das muss so faszinierend gewesen sein, dass ein altgedienter Fachhändler aus dem Land der Aale und Wattwürmer sich in eine Warteschlange gestellt hatte, um eine dieser Fliegen zu bekommen. Die in einem Korken steckende Fliege war für einige … Der „Anspo Daddy“ weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5

„La Loue“, eine Fliegenserie für Äschen mit Abitur. Die Fliegenserie „La Loue“ ist fester Bestandteil der Äschenfolklore und trotz ihrer Nähe zu unserer Zeit nicht mehr in den Medien präsent. Möchte man sich die Muster im Internet anschauen, dann klickt man viel vergeblich umher und findet schlussendlich nur die rosafarbene „La Loue no 1“. Und zwar falsch gebunden. Den nötigen rosa Balg, den man früher in jedem guten Laden kaufen konnte, findet man überhaupt nicht. Aber damit nicht genug, denn für die „Loue no 2“, die berühmte „Favorite de Chamberet“, benötigt man einen lila Balg. Ja, die Franzosen, möchte man … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5 weiterlesen

Oh, wie schön – ist die „Panama“!

Die „Panama“ ist ein Magnet. Blicke, Finger, Fische, alles zieht sie an! Die berühmte „Panama“ wird in Frankreich gern auch Fliege der Verzweiflung genannt, weil De Boisset diesen Begriff einmal prägte. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob er den Bindetisch oder das Wasser als Ausgangspunkt der Verzweiflung angenommen hatte. Eine „Panama“ besteht aus bis zu drei Hecheln und stets vier Flügeln und ist in kleinen Größen sogar für einen geübten Binder eine Herausforderung. An der man wächst. Aber diese komplizierte „Panama“ ist auch die höchste Entwicklung ihrer Gattung, die mit den drei nicht minder bekannten „Irresistible de Cuvelier“ … Oh, wie schön – ist die „Panama“! weiterlesen

Egyptian Goose Hackle

Ist sie die größte Trockenfliege aller Zeiten? Getreu dem Motto „warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht“, habe ich unlängst im Internet nach „Egyptian Goose Hackle“ gesucht und wurde in Norwegen fündig. Der Umschlag mit den Federn hat sich auch tatsächlich bis zu mir durchgeschlagen, aber er wurde im Zollamt Hamburg geöffnet und untersucht. Mit gutem Grund, wie ich finde, denn es fand sich weder ein Absender noch ein Beischreiben. Weil der Versender auf seinen Seiten auch verbotene Federn hatte, bin ich wohl nun auf einer Liste von Verdächtigen. Nicht nur das, der Name des Händlers fällt sogar in dem Buch … Egyptian Goose Hackle weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5

A touch of red. Warum eine kleine Veränderung ein so großes Vorurteil erzeugt. Red Tailed Mosquito. Haken: Trockenhaken Gr. 8 bis 18; Bindeseide: schwarz; Schwanz: Hechelfibern, rot; Körper: 2 Elchhaare, weiß und schwarz; Flügel: 2 Hechelspitzen, grizzly; Hechel: Hahn, grizzly. Nie wurde besser beschrieben, was Trockenfischen eigentlich bedeutet, als in diesen Worten von Frederic M. Halford: „To define dry-fly fishing, I should describe it as presenting to the rising fish the best possible imitation of the insect on which he is feeding in its natural position. To analyse this further, it is necessary, firstly, to find a fish feeding on … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5 weiterlesen

Die „Stimi“

Randall Kaufmanns „Stimulator“ ist die Nummer 1 der Such- und Sichtfliegen. Apple, Mircosoft und Kaufmann‘s Streamborn sind typische amerikanische Unternehmen, die in einer Garage gestartet wurden. Da wir die ersten beiden ein wenig kennen, will ich mal vom dritten berichten. In der elterlichen Garage starteten die Brüder Lance und Randall Kaufmann 1969 in Tirgard, Oregon, ihr Unternehmen. Mit klarer Aufteilung, denn Lance managte den Warenbestand und Verkauf, Randall band Fliegen und produzierte Ware. Auslieferung mit dem Fahrrad. Das entwickelte sich gut, bis die Jungs die Idee hatten, ihre Mutter Oda Kaufmann mit der Buchhaltung zu betrauen. Ab da lief es … Die „Stimi“ weiterlesen