Keine Hemmung zu Bremsen?

Was steht beim Entomologen hinten am Auto? Vorsicht. Ich bremse auch für Insekten. Von Harold S. Gillum, besser bekannt als Pinky Gillum, gibt es eine wunderbare Geschichte. Seine Gespließten gehören zur Spitzenlage der Sammlerszene und erlösen Preise von bis zu 10.000 Dollar. Wie es der Zufall wollte, traf er eines Tages einen Fischer am Wasser, dem er kurz zuvor eine Rute verkauft hatte. Der war gerade dabei, mit roher Gewalt und durchgebogener Rute einen Hänger zu lösen. Pinky watete zu ihm hinaus, nahm ihm die Rute aus der Hand, riss mit geradem Zug die Fliege ab, kurbelte die Schnur auf die … Keine Hemmung zu Bremsen? weiterlesen

Griffabschluss DIY

In der Marienbrücke an der Traun kamen früher immer mal wieder vier Rutenbauer ins Hotel, um für gute Kunden eine Rute zu bringen. Einer war Walter Brunner. Der kam selten. Dann Hans Gebetsroither. Der kam oft, aber meist zum Essen. Und Roman Moser. Der mochte nicht gern lange bleiben. Ja, und Hansi Aigner. Der blieb gern. Als ich mal an einer seiner Ruten den Griffabschluss bewunderte, konnte er sich nur wundern. Die machte ein Dreherfreund. „Adrehen, astechen, mehr is net!“ sagte der Hansi. Daran musste ich gerade denken, als ich in der Werkstatt war. Eine Stunde dauert das trotzdem bei … Griffabschluss DIY weiterlesen

Der etwas andere Hechthaken…

Sören Essebo, der schwedische Erfinder der „Vit Gäddsara“, regelmäßige FliegenBinder-Leser kennen sie schon, sonst siehe Link unten, ist auch der Erfinder des „Essebo Hakens“. Er hatte nämlich die Idee, sich auf seine verschiedenen Jacken, Westen und Wathosen einen Handtuchhaken zu kleben. Ungefähr auf Bauchnabelhöhe, und dann 10 cm nach links, so man Rechtwerfer ist. Ich habe das provisorisch erprobt und muss sagen, dass man eingeholte Leinenschlaufen wunderbar ablegen kann, und zwar so gut, dass man bei ruhigem Wetter den Schusskorb nicht vermisst. Bei starkem Wind und Wellenschlag versagt der Haken. Nun ist Sören ein eher rustikaler Binder und Bastler, und … Der etwas andere Hechthaken… weiterlesen

Streamer am Ohr

Am, nicht im, so wie wir es manchmal machen! Der Gründer der Luxusfirma Hermes ging dereinst in Krefeld in die Lehre. 1828 zog er nach Frankreich zurück und gründete in Pont-Audemer seinen ersten Betrieb. Der Rest ist Geschichte. Sollten Sie dieses Jahr Ihrer Frau endlich mal die gewünschte hellblaue Birkin Tasche von Hermes schenken wollen, setzt das Ihr Konto um etwa 20.000 Euro zurück. Da wir aber so eine Handtasche gar nicht möchten, interessieren wir uns mehr für die Fliegenfischen Kollektion von Hermes. Und da insbesondere für die Charms, sinnlose kleine Anhänger, jedoch ausgesprochen hübsch. Da lässt sich was draus … Streamer am Ohr weiterlesen

Hutfliegen

Weihnachten naht und noch kein Geschenk? Dann man(n) zurück in die Zukunft. Früher konnte man erstklassige Huthaken von Partridge beziehen. Aber das ist leider Vergangenheit. Diese hier lagen 30 Jahre herum, und man sieht es ihnen an. In den 60er Jahren waren Hüte noch allgemein verbreitet, und seinen Hut zum Gruß zu lüpfen war eine übliche Geste. Ich selbst wurde mit 8 Jahren zum Hutträger, denn mein Vater kaufte mir in Hermagor einen Tirolerhut, den ich dann stets im Urlaub trug. Kamen hinter München die Alpen in Sicht, setzte ich ihn auf, auf der Rückfahrt an gleicher Stelle wieder ab. … Hutfliegen weiterlesen

Mit Scheitel, bitte!

Kennen Sie „Bonnie Craft Cord“? Das Material ist der Untergang des Bindehandels, denn man kann es in Stränge zerlegen, diese mit einem Hundekamm auskämmen und erhält das schönste Kunsthaar, absolut konkurrenzfähig mit den Materialien aus Italien und Südafrika. Leider ist Bonnie Kordel in Europa nicht leicht zu beschaffen, und bei der Recherche über dieses und ähnliche Materialien stieß ich auf einen Thread, der sich mit einer besonderen Qualität der Streamerhaare befasste. Nämlich mit ihrer Neigung zu verfilzen. Das war mit so noch gar nicht in den Sinn gekommen, aber die Fliegenfischer an der amerikanischen Ostküste, die auf Bluefish gehen, haben … Mit Scheitel, bitte! weiterlesen