Zieh!

Ein Pfeilzieher löst viele Probleme.

Meine Ausgabe von „Remembrances of Rivers Past“ hat einen Schutzumschlag, der im Prinzip „tan“ ist, aber der Buchrücken ist vom vielen Anfassen eher so „march brown“. Meine Frau, damals als Studentin in Denver eingeschrieben, brachte mir das Buch mit. Wenn Sie es haben, gern mal wieder hervorholen und die Story „Laerdal Memories“ lesen. Man kann ja zu Schwiebert stehen wie man will, sein Spitzname war „lounge lizard“, aber es ist immer wieder schön, ihn zu lesen. Die Erinnerungen befassen sich unter anderem mit einer irischen Angelbekanntschaft, Colin Metcalfe, der mit Schwiebert seinen Beat am Laerdal teilte. Am letzten Tag musste er eilig die Gudvangen Fähre erreichen, bekam aber seine Hardy Lachsgespließte nicht auseinander. Also wurde das ganze Ding im Mini Cooper durch die Seitenscheibe praktiziert, aber man rätselt über den weiteren Verlauf der Heimreise. Ob er so bis Dublin gekommen ist? Eine sehr elegante Methode, eine Lachsrute doch noch wieder auseinander zu bekommen, ist für Gespließte und Koks gleichermaßen ein Pfeilzieher. Nicht Bogner werden das gar nicht kennen, aber es ist ein Gummigriff, mit dem man Pfeile aus der Scheibe ziehen kann. An Lachsruten passt er wunderbar zu den Durchmessern, bei Forellenruten auch bis zur Mitte, aber bei diesen leichten Ruten wird es am Spitzenteil schwierig. Da muss man einen Gummistreifen einlegen. Aber Forellenruten passen, wenn man erst einmal das Handteil entfernen konnte, so oder so in fast jedes Auto. Beim alten Fiat 500 vielleicht nicht.

Ingo Karwath