Haste mal ’nen Euro?

Klassische Rollen. Wertverlust unwahrscheinlich, aber ganz schön teuer. In letzter Zeit findet man im Internet Preise für klassische Rollen, welche die üblichen Auktionsergebnisse um 30 bis 40 Prozent übersteigen. Für eine schwarze Bogdan 300 oder 400 werden schamlose 6000 bis 8000 Dollar aufgerufen. Eine 400 wiegt 394 Gramm, da kostet das Gramm fast 21 Dollar und ist somit 40mal teurer als Sterling Silber. Selbst die bremsenlosen Forellenrollen von Bogdan sind bei über 3000 angekommen. Des Rätsels Lösung ist der Handel. Nehmen wir einen der altgedientesten Händler der USA, Len Codella, der entweder schlicht für 55 % Schätzpreis aufkauft oder die … Haste mal ’nen Euro? weiterlesen

Wuff, wuff!

Ist es in der EU eigentlich legal Tierhaare ohne korrekte Auszeichnung zu verkaufen? Oder kann man das abmahnen. Hätten Sie einen Moment Zeit für mich, bitte? Dann holen sie doch mal Ihre Lachsdosen aus der Weste, Tasche oder Kiste hervor und halten eine für einen stillen Moment an Ihr Ohr? Kann man ein leises Bellen hören? Das könnte nämlich daran liegen, dass Sie Fliegen mit Hundehaar gebunden haben. Und das soll jetzt auch gar kein Vorwurf sein, sondern ein Aufruf. Uns ist doch allen klar dass in Asien Hunde gegessen werden und dass aus dieser Ecke schöne Felle in den … Wuff, wuff! weiterlesen

Tube Support

Oder auf Deutsch: Röhrchenfliegenhalter. Mit dieser Idee, die ich vom Niveau her irgendwo zwischen dem Fischer Dübel und geschnitten Brot sehe, wollte ich eigentlich reich und berühmt werden. Verkaufsname hätte sein können: Ingo Karwaths Tubefly Wonderwire. Ich habe sogar ein Muster an einen Händler geschickt, vor Jahren schon, bekam aber keine positive Antwort. Mein Vorschlag war, solche Haken mit Stopper zu produzieren und in 10er Tüten zu verkaufen. Das fand jedoch kein Interesse. Vielleicht war ich auch blauäugig. Der Draht könnte den Abverkauf von Tube Boxen empfindlich stören. Die Grundlage meines Einfalls war der Wunsch, in einer Fliegendose alle Sorten … Tube Support weiterlesen

Lachsfliege des Monats 1

Die „Amse“ und ich – das war Liebe auf den ersten Blick. Wenn es eine Meerforellen- und Lachsfliege gibt, auf die ich so richtig stehe, ist das die „Lawson“, benannt nach dem bekannten Pool am Em. Ich habe sie in kleinen und großen Größen immer dabei und fische sie in Dänemark gern in der Nacht, in Norwegen am Abend. Es ist mir leider nie in den Sinn gekommen, sie zu verändern, zu erweitern oder in anderen Farben zu binden. Darum hat die „Amse“ mich sofort überzeugt und eine Tür aufgestossen. Steffen Juhl hat das Muster für Ponoi und Umba erfunden … Lachsfliege des Monats 1 weiterlesen

Nymphe des Monats 1/20

Die „Serendipity“ von Ross Marigold ist eine must-have Nymphe. Häv you eine? Es war einmal vor vielen Jahren, da war der amerikanische Fliegenbinder John Betts auf einer Fliegenfischer-Show und hatte für das Publikum gebunden. Danach hat er sich hier und da unterhalten, noch ein Bier getrunken, und den Abbau von seinem Bindetisch ein wenig verschlafen. Als er sich daran machte das nachzuholen, war das Putzpersonal schon aktiv und fegte die Halle. Bei dieser Gelegenheit entdeckte der gute John einen Müllbeutel, der oben mit einem interessanten Material zugebunden war. Er ließ sich von der Putzfrau ein paar Meter geben, recherchierte ein … Nymphe des Monats 1/20 weiterlesen

Hemingways Vorfach

Drei kleine Fliegen und große Literatur. Ernest Hemingway wurde am 21. Juli 1899 in Oak Park, Illinois, geboren. Ein Jahr später kaufte die Familie das Sommerhaus „Windemere“ am Wallon Lake in der Nähe von Petoskey, Michigan, und hier verbrachte er die Sommer seiner Kindheit. Ein Foto aus dem Juli 1904 zeigt ihn in Hose und Hemd aus Wildleder mit Fransen, mit Strohhut, Fischkorb und Bambusrute am Horton’s Creek. Der Junge am Bach wird fünfzig Jahre später für sein Werk und eine Geschichte über einen alten Mann, einen großen Fisch und das Meer den Nobelpreis für Literatur bekommen. Am 2. Juli … Hemingways Vorfach weiterlesen