Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 10

Grubs. Die Kartoffelpuffer unter den Lachsfliegen. In der guten alten Zeit hat man für Damen und ältere Herren, „ladies and elderly gentlemen“, gern eine etwas leichtere Rute mit einer etwas leichteren Rolle empfohlen. Sagen wir eine 14 Fuß Gespließte mit einer Rolle von etwas weniger als 4 Zoll Durchmesser mit einem Gesamtgewicht von unter einem Kilo. Mit anderen Worten, eine Ausrüstung für Weicheier. Richtige Männer fischten eine 18 Fuß Greenheart mit einer 4,5 Zoll Rolle und zwei Kilo Gesamtgewicht. Aus dieser Zeit stammt auch der Satz: „Grubs“ sind leicht zu binden. Heute wiegt eine leichte Lachsausrüstung so um die 450 … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 10 weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 9

Man könnte sie die „Panamericana-Nymphs“ nennen, denn sie fangen von Alaska bis Feuerland. Die wahre Mitte der Welt der schweren Nymphen ist vermutlich Montana, weil die großen Steinfliegen, die dort hausen, etwa Pteronarcys californica und die P. dorsata, ja bis zu vier Zentimeter lang sind. Bindet man eine Nymphe von diesem Format, enthält sie so viel Luft im Dubbing, welches auch immer, dass man jede Menge Bleidraht benötig, um damit im Madison auf Tiefe zu kommen. Ein 4er Haken mit einer doppelten Lage Bleidraht ist nicht ungewöhnlich, und man erkennt diese Nymphen an der Ecke im Wurf. Die Nymphen mit … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 9 weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 8

Die Gunst von Tawhirimatea, dem Gott der Winde, die Großzügigkeit von Ikatere, dem Vater der Fische, und Mrs. Simpson – das wird was! Brown Killer. Haken: Nasshaken Gr. 4 bis 8; Bindeseide: schwarz; Schwanz: Eichhorn, braun; Körper: Wolle, rot oder gelb; Seitenfedern: Entenfeder, kastanienbraun (im Original von der Löffelente). Brown Quail. Haken: Nasshaken Gr. 4 bis 8; Bindeseide: schwarz; Schwanz: Eichhorn, schwarz; Körper: Wolle, rot oder gelb; Seitenfedern: Wachtel. Bum Fly. Haken: Nasshaken Gr. 4 bis 8; Bindeseide: schwarz; Körper: Wolle, rot oder gelb (das Original nennt Cheviot Wolle); Schwanz und Seitenfedern: Fasan, drei Paare. Man nennt sie „Killer“, schlicht … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 8 weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 7

Die Plastikfliegen von Lee Wulff. Erinnerung an eine Zeit der Begeisterung.  In Kanada auf Steelhead zu fischen ist eine Traumreise, die man sich im Verlaufe seines Fischerlebens einmal gönnen sollte. So ein Satz ist ja schnell getippt, aber zwischen Familie und Beruf, zwischen Haus und Urlaub ist es gar nicht so leicht, da die zehn Tage für sich allein und das dazugehörige Geld zu finden. Darum scheint es sich zu ergeben, dass sehr junge Fliegenfischer den Trip auf Backpack-Niveau eher wagen als Familienväter, und ansonsten sind die Flieger von Vancouver nach Terrace oder Smithers meist voll mit alten Herren. Bei … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 7 weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5

„La Loue“, eine Fliegenserie für Äschen mit Abitur. Die Fliegenserie „La Loue“ ist fester Bestandteil der Äschenfolklore und trotz ihrer Nähe zu unserer Zeit nicht mehr in den Medien präsent. Möchte man sich die Muster im Internet anschauen, dann klickt man viel vergeblich umher und findet schlussendlich nur die rosafarbene „La Loue no 1“. Und zwar falsch gebunden. Den nötigen rosa Balg, den man früher in jedem guten Laden kaufen konnte, findet man überhaupt nicht. Aber damit nicht genug, denn für die „Loue no 2“, die berühmte „Favorite de Chamberet“, benötigt man einen lila Balg. Ja, die Franzosen, möchte man … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5 weiterlesen

Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5

A touch of red. Warum eine kleine Veränderung ein so großes Vorurteil erzeugt. Red Tailed Mosquito. Haken: Trockenhaken Gr. 8 bis 18; Bindeseide: schwarz; Schwanz: Hechelfibern, rot; Körper: 2 Elchhaare, weiß und schwarz; Flügel: 2 Hechelspitzen, grizzly; Hechel: Hahn, grizzly. Nie wurde besser beschrieben, was Trockenfischen eigentlich bedeutet, als in diesen Worten von Frederic M. Halford: „To define dry-fly fishing, I should describe it as presenting to the rising fish the best possible imitation of the insect on which he is feeding in its natural position. To analyse this further, it is necessary, firstly, to find a fish feeding on … Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5 weiterlesen