Nymphe des Monats 5/20

Randall Kaufmanns „Timberline Emerger“. Eine Nymphe aus der Luft der Engel. Ein Fundament anwinden, lackieren, und zur Darstellung der Nymphenhülle grauen Flaum von einer Wilddaune als Schwanz einbinden. Den „Timberline Emerger“ von Randall Kaufmann gab es schon, als die Beatles noch zusammenspielten. Er ist ein Kind der 60er. Randall war damals ein fitter sehr junger Mann, und seine liebste Fischerei war in den Bergen, in der High Sierra, an den Seen an und oberhalb der Baumgrenze. Die Forellen in diesen Seen waren nicht unbedingt wild, denn in Amerika besetzt man auch direkt im freien Fall aus dem Flugzeug, aber überwiegend … Nymphe des Monats 5/20 weiterlesen

Rollen öffnen

Eine wertvolle Rolle öffnet man wie der Kampfmittel-räumdienst. Langsam und vorsichtig. An einer teuren Rolle sollte man nicht ohne Grund herumschrauben, aber hat man einen gefunden, dann muss man umsichtig anfangen. Handgemachte Rollen haben oft handgemachte Schrauben, und die müssen exakt an die Stellen zurück, von denen sie gekommen sind. Also überlegt man sich vorher ein kluges Ablagesystem, und das ist der bewährte Eierkarton, mit dem man vielleicht schon als Junge Wecker demontiert hat. Dazu legt man sich kleine Zettel parat und notiert z.B. Schraube oben rechts, oben links, unten rechts, unten links. Nun gilt es einen Schraubendreher zu finden, … Rollen öffnen weiterlesen

Rotschwänze – Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5

A touch of red. Warum eine kleine Veränderung ein so großes Vorurteil erzeugt. Red Tailed Mosquito. Haken: Trockenhaken Gr. 8 bis 18; Bindeseide: schwarz; Schwanz: Hechelfibern, rot; Körper: 2 Elchhaare, weiß und schwarz; Flügel: 2 Hechelspitzen, grizzly; Hechel: Hahn, grizzly. Nie wurde besser beschrieben, was Trockenfischen eigentlich bedeutet, als in diesen Worten von Frederic M. Halford: „To define dry-fly fishing, I should describe it as presenting to the rising fish the best possible imitation of the insect on which he is feeding in its natural position. To analyse this further, it is necessary, firstly, to find a fish feeding on … Rotschwänze – Ingo Karwaths Fliegenlexikon Nr. 5 weiterlesen

Die „Stimi“

Randall Kaufmanns „Stimulator“ ist die Nummer 1 der Such- und Sichtfliegen. Apple, Mircosoft und Kaufmann‘s Streamborn sind typische amerikanische Unternehmen, die in einer Garage gestartet wurden. Da wir die ersten beiden ein wenig kennen, will ich mal vom dritten berichten. In der elterlichen Garage starteten die Brüder Lance und Randall Kaufmann 1969 in Tirgard, Oregon, ihr Unternehmen. Mit klarer Aufteilung, denn Lance managte den Warenbestand und Verkauf, Randall band Fliegen und produzierte Ware. Auslieferung mit dem Fahrrad. Das entwickelte sich gut, bis die Jungs die Idee hatten, ihre Mutter Oda Kaufmann mit der Buchhaltung zu betrauen. Ab da lief es … Die „Stimi“ weiterlesen

Lachsfliege des Monats 5

Die „Munro Killer“ gilt als die erfolgreichste Lachsfliege Schottlands.  John Milne Morrison war Schuhmacher in Aberlour am Spey und Miteigentümer des Benview Houses, zu dem auch der Laden J.A.J. Munro gehörte, Country Wear & Fishing Tackle. Er war überdies Schatzmeister der Aberlour Angling Association und mit John Ashley Cooper befreundet. Mehr Mitte geht nicht. Auf der Suche nach einer Lachsfliege, die vielleicht die „Thunder & Lightning“ noch toppen könnte, nahm sich Mr. Morrision den Körper der „Thunder“ und fügte einen neuen Flügel hinzu. Gelbes Bucktail und darüber schwarzes Eichhorn. Ja, gut, jetzt geht’s los, denn der Flügel vom „Munro Killer“ … Lachsfliege des Monats 5 weiterlesen

Lachsfliege des Monats 4

Der Nagel vom Ponoi. Einfach. Schwer. Fängig. Viele Lodges und Camps auf der Kola Halbinsel schicken ihre Guides mit einem Bindeauftrag in die Winterpause. Das ist im Prinzip ein Spiel mit verdeckten Karten, denn man zieht blind ein Muster und muss dann im Winter 500 oder 1000 Stück davon binden. Da kann man Glück haben, „Sunray Shadow“, oder Pech, „Bomber“. Natürlich wird die Arbeit entlohnt und auch belohnt, denn die Fliegen werden entweder von den Gästen gekauft oder gehören schlicht und einfach zum Service der ohnehin teuren Lodges. Bei 16.000 Dollar für eine Woche kommt es auf ein paar Fliegen … Lachsfliege des Monats 4 weiterlesen