Oh, wie schön – ist die „Panama“!

Die „Panama“ ist ein Magnet. Blicke, Finger, Fische, alles zieht sie an! Die berühmte „Panama“ wird in Frankreich gern auch Fliege der Verzweiflung genannt, weil De Boisset diesen Begriff einmal prägte. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob er den Bindetisch oder das Wasser als Ausgangspunkt der Verzweiflung angenommen hatte. Eine „Panama“ besteht aus bis zu drei Hecheln und stets vier Flügeln und ist in kleinen Größen sogar für einen geübten Binder eine Herausforderung. An der man wächst. Aber diese komplizierte „Panama“ ist auch die höchste Entwicklung ihrer Gattung, die mit den drei nicht minder bekannten „Irresistible de Cuvelier“ … Oh, wie schön – ist die „Panama“! weiterlesen

Nymphe des Monats 6/20

Seit fast fünfzig Jahren bekannt und beliebt, die „A.P. Nymph“ von André Puyans. Die „A.P. Nymph“ bekam ihren Namen aus zwei Quellen, denn ihre Bezeichnung als „All Purpose Nymph“ und ihr Erfinder André Puyans verliehen ihr die Abkürzung. Es gibt ja so einige Nymphen, die nur mit einer Abkürzung bekannt sind, und wenn sich erfahrene Fliegenfischer nach einem Drill Begriffe wie „CK“ oder „PT“ oder eben „A.P.“ zurufen, ist das für Unkundige natürlich eine Sprachbarriere. Tja, was soll man sagen, ist eben so, aber im Laufe der Zeit lernt man auch ohne Enigma, was eine „Chuck Kraft“ und eine „Pheasant … Nymphe des Monats 6/20 weiterlesen

Egyptian Goose Hackle

Ist sie die größte Trockenfliege aller Zeiten? Getreu dem Motto „warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht“, habe ich unlängst im Internet nach „Egyptian Goose Hackle“ gesucht und wurde in Norwegen fündig. Der Umschlag mit den Federn hat sich auch tatsächlich bis zu mir durchgeschlagen, aber er wurde im Zollamt Hamburg geöffnet und untersucht. Mit gutem Grund, wie ich finde, denn es fand sich weder ein Absender noch ein Beischreiben. Weil der Versender auf seinen Seiten auch verbotene Federn hatte, bin ich wohl nun auf einer Liste von Verdächtigen. Nicht nur das, der Name des Händlers fällt sogar in dem Buch … Egyptian Goose Hackle weiterlesen

Dosenkiebitz „stayathome“

Das ist meine „Seenplatte“, jedenfalls was die Mücken angeht. Dieser Einblick ist nicht der in eine Dose, sondern der auf eine Platte. Vor etlichen Jahren hatte ich den dringenden Wunsch, eine Richardson Chest Box zu besitzen. Die gibt es nicht im Laden, sondern sie werden in Pennsylvania auf Bestellung gefertigt. Als sie nach einigen Monaten ankam, war ich schwer gerührt. Man hatte hinten meinen Namen eingraviert, und zwar völlig korrekt geschrieben. Im Laufe meines Lebens haben mich so viele Ämter, Behörden und Büros falsch angeschrieben, dass ich mich fast daran gewöhnt habe. So wurde ich z.B. nicht korrekt als Ingo … Dosenkiebitz „stayathome“ weiterlesen

Abzeichen

Im Hinterzimmer einer verrauchten Kneipe in der Werftstraße veranstaltete Ende der 60er Jahre mein Angelverein die Schulungen zur Sportfischerprüfung, die man mit 12 machen konnte. Und ich war 12. Mein Vater begleitete mich zum ersten Treffen, und war erschüttert wo er seinen Sohn da abgeben musste. Manches Licht in der Gegend schimmerte rot. Leider hat er zu Hause dann sein Herz ausgeschüttet und ich war nahe, sehr nahe dran, nicht wieder hin zu dürfen. Meine Mutter entschied: Nein, da geht der Junge nicht mehr hin! Dann aber rief der Jugendwart an und legte seine Hand dafür ins Feuer auf mich … Abzeichen weiterlesen

Guides Lanyard

Man hängt sich nichts um den Hals, an dem man hängen könnte! Auf alten Bildern vom Lachsfischen kann man sehr oft den Angler und den Ghillie nur unterscheiden, wenn man ein bisschen Intuition einsetzt. Nicht selten tragen beide Herren Tweed, und der Ghillie ist meist der, der ein klein wenig korrekter angezogen ist. Will sagen, seine Krawatte sitzt. Der Angler, ja auch „the sport“ genannt, ist meist etwas lässiger angezogen, hat die dickere Uhrkette, und wird in der Regel seinen Fisch nicht selbst halten. An den sehr guten Gewässern ging man sogar mit zwei Ghillies, einer war der Gaffer, einer … Guides Lanyard weiterlesen