Hey, Bunny!

Im Mai geht schon was. Die Hechte tummeln sich noch am Ufer und sind heiß auf Hasen. Eine Bunnyloop auf einem 2er Kamasan B 980. Das ist eben der Haken, der auch für die „Vit Gäddsara“ empfohlen ist. Ich fische mehr und mehr mit den kleinen Haken. Eine Freundin von mir war Lehrerin an einer Hauptschule, jedenfalls bevor man diese Schulform in Oberschule umbenannte. Jetzt ist sie Oberschullehrerin. Die teils rustikale Schülerschaft hat sich nicht verändert, und so ist es dort üblich, dass man Lehrerinnen unter 40 Bunny nennt, über 40 aber Lady. Etwas rauh im Ton, aber auch charmant. … Hey, Bunny! weiterlesen

Der Homo balticus

Ein aktueller Forschungsbericht der konspirativen Humanethologie aus den grauen Weiten der Ostsee. Der Homo balticus, dem ich nun schon seit vierzig Jahren auf der Spur bin, ist vermutlich eine höchst merkwürdige Unterart des Homo sapiens. In weiteren zwanzig Jahren hoffe ich ein weltweit anerkannter Experte für dieses Wesen zu sein, und bin zuversichtlich einen Status zu erlangen, der nur mit Reinhold Messner und seinem Yeti zu vergleichen sein wird. Ganz im Gegensatz zum Yeti ist der Homo balticus recht häufig, jedoch ist noch völlig unklar wie er sich vermehrt, ernährt, und wo er in den Monaten von November bis Februar seinen … Der Homo balticus weiterlesen

Surffilauta

Die finnische Antwort auf Robby Naish. Die finnische Lachsfliege „Surffilauta“, das Surfbrett, könnte eigentlich auch „Helikopteri“ heißen, denn natürlich dreht das Ding am Vorfach wie eine angetrunkene Leier. Eines meiner Vorurteile war darum, dass die „Surffilauta“ aus der Harling-Szene kommt, also von den Fliegenschleppern, die ohnehin nicht werfen. Dieser erste Eindruck war entstanden, weil ich gleich mit dem ersten Muster frisch aus dem Bindestock auf den Rasen gegangen bin und damit geworfen habe. Bindet man sich etwas mehr ein und bekommt ein Gefühl für den Surfbrettrücken dieser Silberfliege, und findet auch genau die richtige Menge Epoxy oder UV-Glue für Auge und … Surffilauta weiterlesen

Le Broc

Ein alter Ami mit französischem Hauch für den Aprilbinder. Einen Haken 3/0 mit einem so weit wie möglich nach hinten reichenden Fundament bebinden und ein langes Bündel Bucktail einbinden. Das Bucktail vorher nicht stacken, aber unten gerade ablängen. 10 Fäden Flashabou auflegen. Auf 3 bis 4 mm fest überwinden und mit Zap-a-Gap sichern. Unbestritten gibt es bei den Franzosen so einige Dinge, die man sich zum eigenen Vorteil abschauen könnte. Ohne da jetzt zu sehr in die Einzelheiten gehen zu wollen, erwähne ich nur mal die französischen Sommerferien, in denen gefühlt halb Frankreich aufs Land oder an die Küste fährt. … Le Broc weiterlesen

Die „Simran“

Simran übersetzt sich mit ‚Gottes Gabe‘ oder auch ‚ultimative Wahrheit‘. Na denn. Eine Portion Haar oder Kunsthaar in tan einbinden. Zwei bis höchstens vier Fibern Kristal Flash zugeben. Faden in rosa. Haken 4. Einer altgedienten Fliegenfischerehefrau macht keiner ein X für ein U vor. Über aktuelle Preise weiß sie von jeher Bescheid, die Notwendigkeit einer neuen Rute wird mit einem Hinweis auf eine ganz ähnliche, schon vorhandene Rute gekontert, und eine Einladung beim Zoll etwas persönlich abzuholen bringt sie nicht aus der Ruhe, weiß sie doch, dass man bei höheren Summen für die Papiere einen Importkaufmann benötigt. Der Versuch eine neue … Die „Simran“ weiterlesen

Bambusboote und Makrelen

Nach bald 50 Jahren Pause sind die Makrelen wieder in der Ostsee. Und nicht nur die. Die Ostsee war früher einmal bekannt für eine hervorragende Fischerei auf Makrelen. Das war aber zu einer Zeit, als man für die Spitzen der berühmten Atlantik Spinnruten von ABU noch einen Pilkgriff erwerben konnte, und die Makrelenruten waren richtig lange Bambusstangen ohne Rollen, an denen man unter einer Makrelenpose mit Prallplatte einen Fischfetzen anbot. Die Schnur war aus demselben braunen Garn, das man auch für Aalschnüre benutzte. Fünf bis sieben Meter galt als die richtige Tiefe, und die beißende Makrele schlug sich selbst an. … Bambusboote und Makrelen weiterlesen